Karl Marx/ Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei (1848)
Das billige Wahlkampfmanöver haben die Massen ebenfalls durchschaut - der SPD hat es herzlich wenig genutzt.
Trotzdem ist damit ein gewisser Tabu-Bruch erfolgt, das Wort "Kapitalismus" überhaupt wieder in den Mund zu nehmen, was die Monopole nicht gerade begeistert hat. Gesamtmetallchef Kannegießer warnt ahnungsvoll: "Die Kapitalismuskritik à la Müntefering ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer" (WAZ 18.4.05). Immerhin glauben nur noch 28% der Bürger, dass man in 5-10 Jahren noch gut in Deutschland leben kann (Umfrage Herbst 2004-2005 bei immerhin einer halben Million Menschen).
Umso interessanter wird es sein, Kapitalismuskritik "im Original" zu lesen. Diese Lektüre wird sicher auch helfen, mit so manchem antikommunistischen Vorurteil aufzuräumen.
„In unseren Tagen scheint jedes Ding mit seinem Gegenteil schwanger zu gehen. Wir sehen, dass die Maschinerie, die mit der wundervollen Kraft begabt ist, die menschliche Arbeit zu verringern und fruchtbarer zu machen, sie verkümmern lässt und bis zur Erschöpfung auszehrt Dieser treffende Satz aus dem Kommunistischen Manifest könnte heute geschrieben sein.


