Umweltzone: Kaum Feinstaubreduzierung

Die zum 1. Januar 2009 verordneten Umweltzonen in Ulm bringen kaum etwas für die Verringerung der Feinstaubbelastung. Sie sind nichts anderes als eine bürokratische Alibimaßnahme zur Verringerung der Luftverschmutzung.

Der Anteil des Verkehrs beträgt in der Fläche nur etwa 12 Prozent der Luftbelastung mit Feinstaub. Hauptsächliche Luftverschmutzer sind die Emissionen der Industrie und dabei besonders von Müllverbrennnungsanlagen. Feinstäube im Straßenverkehr entstehen nur zur Hälfte durch Abgase, zur anderen Hälfte durch Reifen- und Straßenabrieb. Messungen zur Wirkung der Umweltzone in anderen Städten, wie z.B. in Köln ergaben keine Verbesserungen.

Ca. 80 bis 90 Prozent Hintergrundbelastung mit Feinstaub vor allem durch Abgase der Industrie stehen dem Straßenverkehr gegenüber. Nach einer EU-Studie gab es im Jahr 2000 in Deutschland etwa 65.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub. Die Industrie bleibt aber von jeglichen Auflagen verschont.

Wir fordern: Schluss mit dem Bau von Müllverbrennungsanlagen und Kohlekraftwerken mit ihrem Gift- und Feinstaubausstoß.

Wir fordern Auflagen zur Schadstoffreduzierung für die Autoindustrie. Das würde ein Mehrfaches bringen gegenüber den Fahrverboten.

Wir fordern einen schnelleren, attraktiven und v.a. billigeren öffentlichen Personennahverkehr  zur Verringerung des Individualverkehrs, ebenfalls ein viel wirksamerer Beitrag zur Schadstoffreduzierung.

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