Milchbauern gehen auf die Straße.

Am 9. November hat die erste Montagsdemo mit Kuhglocken, Trommeln und Klatschen der Milchbauern in Ulm stattgefunden. Sie findet im November jeden Montag statt. Sie wird getragen vom Bund der deutschen Milchbauern, dem Bündnis für eine genfreie Zone Ulm und der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten.
Milchbauern gehen auf die Straße.

Montagsdemonstration der Bauern am 16.11.2009

Ca. 100 Personen waren anwesend. Sie nennen es bewusst Montags- demo, da sie an die Tradition der Montags- demo in der ehemaligen DDR anknüpfen wollen. Sie begrüßten, dass sich das Ulmer Bündnis gegen Sozialkahlschlag angeschlossen hat und waren beeindruckt, dass seit 5 Jahren in Ulm Kundgebungen stattfinden.

In den Reden wurde betont, dass es nicht nur um einen fairen Milchpreis geht, sondern vielmehr um das ganze System. Egal in welchen Bereichen, ob bei den Arbeitslosen, der Jugend, Montagsdemonstration der Bauern, Bild 1im Gesundheitswesen usw. – überall zeigt das System, dass es nicht in der Lage ist, sich um das Wohl der Menschen zu kümmern. Aufgerufen wurde dazu, dass sich die vielen Bewegungen zusammenschließen müssen und es auf uns selber ankommt, etwas zu erkämpfen. Montagsdemonstration der Bauern, Bild 2Die Solidaritätserklärung des Bündnisses gegen Sozialkahlschlag wurde mit viel Beifall aufgenommen, in der auch die praktische Zusammenarbeit angeboten wurde. Am Ende der Kundgebung wurde von einzelnen Teilnehmern nach der Durchführung der Montagsdemo des Bündnisses gefragt und vereinbart, dass da auch einige von ihnen kommen.

 

Eine Kollegin schrieb Ihre Erfahrungen zu der Montagsdemo der Bauern. Hier ein Auszug:

"... Ein Vertreter der Milchbauern hat eine absolut nicht zu toppen gute Rede gehalten. Er hat sich auch nicht "nur" auf das Problem der Milchbauern beschränkt, nein er hat auf weit mehr Probleme hingewiesen. Aber auch die Ursachen genannt, und deren damit verbundenen Folgen. Er hat sich nicht nur auf Deutschland bezogen, nein das Problem ist weltweit. Er hat das Übel beim Namen genannt, "das ist die Diktatur des Kapitals".
In seiner Rede sprach er über die Nöte der Menschen weltweit, über
Länder und Grenzen und hat zur Solidarität aufgerufen.
Der Druck welcher auf jeden Arbeitnehmer lastet, ob Milchbauer, oder in der Molkerei oder im Handel die Verkäuferin.
Überall unmenschlicher Leistungsdruck, der Menschen krank macht und auch leider in den Freitod treibt.
Also er hat uns aus der "Seele" gesprochen. ..."

 

Flugblatt zur Montagsdemo


Weitere Informationen:

Bundesverband Deutscher Milchviehhalter,

Nahrungsmittelgewerkschaft NGG,

Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm.

Artikel vom Tagesspiegel "Der Bauernaufstand"

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