Filmtipp zum 8.März 2011: We want sex

Dieser BBC-Film basiert auf einem Kampf, der tatsächlich Ende der 1960er Jahre in England stattgefunden hat. Bei Ford in Dagenham arbeiten 50.000 Männer - und 187 Frauen in der Näherei. Sie verdienen nicht nur deutlich weniger als die Männer, sondern haben auch schlechte Arbeitsbedingungen.

Als sie als ungelernte Kräfte eingestuft werden sollen, entwickelt sich unter den Frauen ein Kampf, der weit über den eigentlichen Anlass hinaus geht, nachhaltig Wirkung zeigt, schließlich erfolgreich endet und das Gesetz zur gleichen Bezahlung von Frauen und Männern anschiebt. We want sex

Der Film zeigt anschaulich die Fragen und Bedenken, mit denen sich die Frauen herumschlagen, wie sie sich im Laufe des Kampfes entwickeln, das Selbstbewusstsein steigt. Der Zusammenhalt unter den Frauen, die Auseinandersetzung um die Solidarität der Männer, die Entschlossenheit, das Vertrauen in die eigene Kraft sind die Basis des Erfolgs. Die frühe Klassenzusammenarbeit der Gewerkschaften mit den Konzernen, die Unterordnung des Staates unter die Interessen der Monopole, die besondere Unterdrückung der Frau in allen gesellschaftlichen Schichten werden deutlich.

Auch wenn letztendlich eine idealistische Tendenz auf einzelne Heldinnen und die Klassenzusammenarbeit orientiert und manche Klischees mitgenommen werden, ist das ein sehenswerter Film. Er macht Mut, ist witzig und zeigt Frauen mitten aus dem Leben - und wie die Arbeit und der Kampf sie verändert. Wer Englisch spricht, sollte ihn sich im Original anhören - some realy nice accent.

In Ulm wird der Film im Kino "Mephisto", Rosengasse 15, 89073 Ulm gezeigt.

(Die Filmbesprechung wurde entnommen aus der Rote Fahne Nr. 3/2011. Wer mehr über die Rote Fahne erfahren bzw. abonnieren will, dann bitte hier anklicken.)

Trailer:

 

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Link zur Website "We want sex"

http://www.tobis.de/

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