Gedenkstunde in der Ulmer KZ-Gedenkstätte
Hauptredner war Dr. Silvester Lechner. In seiner Rede betonte Herr Dr. Lechner u.a., dass die Stadt Ulm zur europäischen Kulturstadt werden will. Hierzu würde nicht nur das Ulmer Münster zählen, sondern auch die Schattenseiten einer Stadt, wie hier das KZ Oberer Kuhberg. Er zitierte Zeitzeugen, wie sie damals im KZ "lebten", welcher Willkür, Gewalt und Folter sie den Wachsoldaten ausgeliefert waren.
Besonders hervorgehoben werden sollten bei Herrn Dr. Lechners Verdiensten, dass es gelungen ist, eine Jugendgruppe ins Leben zu rufen - die DZOKKIS - die einen wichtigen Stellenwert in der Vereinsarbeit einnehmen. So bestimmte sie auch den kulturellen Teil der Veranstaltung. Dieser Teil hatte seine Stärke darin, dass er auf die heutige Situation einging. Neben fremdenfeindlichen Gesetzen werden heute die Neonazis hoffähig gemacht und Tür und Tor geöffnet, eben weil sie nicht verboten sind. Den Teilnehmern der Gedenkfeier wurde die Gefahr des Wieder-Hochkommens der Neonazis und ihres faschistischen Gedankenguts verdeutlicht.
| Kränze und Gestecke zum Gedenken an die Opfer und Widerstandskämpfer |
Mit dem gemeinsamen Singen des Moorsoldaten-Lieds schloß die Gedenkfeier im KZ Oberer Kuhberg. Danach hatten die Besucher noch die Möglichkeit, an einer Führung durch das KZ teilzunehmen.
Zur Institution:
Die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg wird jährlich von ca. 7.000 Besuchern besucht und besitzt ein Info-Zentrum zur NS-Zeit in der Region Ulm mit Bibliothek, Archiv, Veranstaltungsräumen.
Der Trägerverein, knapp 400 Mitglieder, versteht sich als regionales Bürgerprojekt, durch das die Geschehnisse der Hitler-Diktatur unter den gesellschaftlichen Bedingungen der Gegenwart beleuchtet und vermittelt werden sollen.
Homepage Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg
Homepage Die dzokkis, Jugendgruppe Dokuzentrumszentrum Oberer Kuhberg


