Gedenkstunde in der Ulmer KZ-Gedenkstätte

Ca. 200 Menschen nahmen an der Gedenkfeier im KZ Oberer Kuhberg am 16.11.2008 teil. Sie ehrten und gedachten den Opfern und Widerstandskämpfern des Hitler Faschismus. Prof. Dr. Wolfgang Keck, Vereins-Vorsitzender, dankte in seiner Begrüßungsrede Dr. Silvester Lechner für seine Arbeit als Leiter des Doku-Zentrums (von 1991-2009), der sein Amt jetzt abgibt.
Gedenkstunde in der Ulmer KZ-Gedenkstätte

KZ Oberer Kuhberg, Gedenkstunde 2008

Dr. Silvester Lechner, 2008Hauptredner war Dr. Silvester Lechner. In seiner Rede betonte Herr Dr. Lechner u.a., dass die Stadt Ulm zur europäischen Kulturstadt werden will. Hierzu würde nicht nur das Ulmer Münster zählen, sondern auch die Schattenseiten einer Stadt, wie hier das KZ Oberer Kuhberg. Er zitierte Zeitzeugen, wie sie damals im KZ "lebten", welcher Willkür, Gewalt und Folter sie den Wachsoldaten ausgeliefert waren.

 

 

Besonders hervorgehoben werden sollten bei Herrn Dr. Lechners  Verdiensten, dass es gelungen ist, eine Jugendgruppe ins Leben zu rufen - die DZOKKIS - die einen wichtigen Stellenwert in der Vereinsarbeit einnehmen. So bestimmte sie auch den kulturellen Teil der Veranstaltung. Dieser Teil hatte seine Stärke darin, dass er auf die heutige Situation einging. Neben fremdenfeindlichen Gesetzen werden heute die Neonazis hoffähig gemacht und  Tür und Tor geöffnet, eben weil sie nicht verboten sind.  Den Teilnehmern der Gedenkfeier wurde die Gefahr des Wieder-Hochkommens der Neonazis und ihres faschistischen Gedankenguts verdeutlicht.

KZ, Gedenkveranstaltung 2008, Kränze
Kränze und Gestecke zum Gedenken an die Opfer
und Widerstandskämpfer

Mit dem gemeinsamen Singen des Moorsoldaten-Lieds schloß die Gedenkfeier im KZ Oberer Kuhberg. Danach hatten die Besucher noch die Möglichkeit, an einer Führung durch das KZ teilzunehmen.

Zur Institution:

Die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg wird jährlich von ca. 7.000 Besuchern besucht und besitzt ein Info-Zentrum zur NS-Zeit in der Region Ulm mit Bibliothek, Archiv, Veranstaltungsräumen.
Der Trägerverein, knapp 400 Mitglieder, versteht sich als regionales Bürgerprojekt, durch das die Geschehnisse der Hitler-Diktatur unter den gesellschaftlichen Bedingungen der Gegenwart beleuchtet und vermittelt werden sollen.

 

Mehr zum Thema:

Homepage Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg

Homepage Die dzokkis, Jugendgruppe Dokuzentrumszentrum Oberer Kuhberg

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