Erfolg für die Friedensbewegung – Stadtverwaltung eingeknickt

Nach breitem öffentlichen Druck (Leserbriefe, Beitrag in Monitor, Artikel in der New York Times) wurde nun ein Standort für das Deserteur-Denkmal zur Verfügung gestellt. Maßgeblich hatten sich die Jugend-für-Frieden, das Friedensnetzwerk und der Grünen-Sprecher im Ulmer Gemeinderat, Markus Kienle für das Denkmal stark gemacht.
Erfolg für die Friedensbewegung – Stadtverwaltung eingeknickt

Kleine Anstöße können große Wirkung erzielen (Foto: MLPD)

In der Lehrer-Tal-Straße, etwas unterhalb und gegenüber dem Eingang zum Botanischen Garten, steht es. In der Nähe hatte sich bis 1945 ein Schießstand der Wehrmacht befunden, wo auch Deserteure erschossen wurden.

Nach Schätzungen wurden während des 2. Weltkriegs insgesamt 22.000 Soldaten hingerichtet.

16 Jahre lang verhinderten konservative Kräfte der Garnisonsstadt Ulm dieses Denkmal für „Drückeberger“, wie sie sagten. Die Ulmer Friedensbewegung sieht in dem Denkmal ein Mahnmal gegen Krieg, Militärdienst und für das Gedenken an die Wehrmacht-Deserteure. Im Laufe der Aktionen gegen den Irak-Krieg erinnerte man sich wieder dieses Denkmals, das in einem Ludwigsfelder Garten Asyl gefunden hatte. Die Zeit war reif, als Mahnmal für den Frieden und gegen Militarismus in Ulm aufgestellt zu werden.

Auf einer kleinen Tafel neben dem Denkmal steht die Inschrift:

hier lebte ein mann
der sich geweigert hat
auf seine mitmenschen zu schießen
ehre seinem andenken

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