Entlassung von Leiharbeitern - Nach Iveco jetzt Bosch-Rexroth. 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist die richtige Antwort

In den nächsten Wochen und Monaten verlieren 100 Kolleginnen und Kollegen bei Bosch-Rexroth in Elchingen ihren Arbeitsplatz. Ob weitere 530 befristet Beschäftigte ebenfalls entlassen werden, steht noch nicht fest. Die Geschäftsleitung des Elchingers Unternehmens betont, es handle sich um Beschäftigte, "deren befristete Arbeitsverträge nicht verlängert würden. Die Mitarbeiter seien gezielt eingestellt worden, um während der Haupturlaubszeit in den Sommermonaten die Kapazitäten des Werks auszulasten." so die SÜDWEST PRESSE vom 31.10.2008.

Erinnert uns das nicht an einen modernen Sklavenhandel? Der Werksleiter bei Bosch-Rexroth, Hans Haap, sagt es unverhohlen: "Das heißt, bei hoher Auftragslage können wir befristet Arbeitsplätze schaffen, bei schwächerer Auftragslage laufen die Befristungen wieder aus." Solche Gesetze machte die Bundesregierung unter der SPD/Grünen-Regierung 2004 möglich. Über die Betroffenen wird in dem SÜDWEST PRESSE Artikel kein Wort verloren! Für die Kollegen bedeutet eine befristete Arbeitsstelle immer eine Unsicherheit - zwischen Arbeit und Arbeitslosigkeit. Sie können nicht längerfristig planen, weil gar nicht sicher ist, ob sie am nächsten Tag oder in der nächsten Woche noch einen Arbeitsplatz haben. In vielen Betrieben machen jetzt die Kollegen Front gegen diese menschenverachtende Politik des Heuerns und Feuerns und fordern die Übernahme aller Leiharbeiter und Befristete in ein festes Arbeitsverhältnis.

Die MLPD fordert die Übernahme aller Leiharbeiter und der befristet Beschäftigten in feste Arbeitsverträge beim Entleiherbetrieb. In Verbindung damit ist die Aufnahme des Kampfs um die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich notwendig. Es ist die richtige Antwort auf Marktrückgänge, Arbeitshetze und im Kampf gegen die Entlassungen.

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