1. Mai 2008 in Ulm - im Zeichen des Kampfes gegen Hunger und Entrechtung, für politische Freiheit und Sozialismus

Mit nach Gewerkschaftsangaben über 2000 Teilnehmern war der diesjährige 1. Mai noch besser besucht als im vergangenen Jahr. Veranstalter waren der DGB gemeinsam mit einem Bündnis von Mitveranstaltern, darunter auch die MLPD. Die Veranstalter kamen auf der Auftaktkundgebung mit Beiträgen zu Wort.

Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (SPD) sprach sich in ihrer Ansprache wiederholt für „unsere Demokratie“ und gegen „Extremismus“ aus. Ob sie damit auch die kapitalismuskritische Linke wie die MLPD meinte? Mattheis und später der Hauptredner Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten kritisierten die schlimmsten Auswüchse der heutigen Wirtschaft und Politik, stellten aber nie den Kapitalismus als solchen in Frage. Es müsse eben nur mehr soziale Gerechtigkeit geben. Soziale Ungerechtigkeit sei Nährboden für Neonazis.
Womit sie recht hat. Warum trat sie aber nicht für das Verbot der NPD ein?

Für das Verbot der NPD und aller faschistischen Organisationen trat Joachim Struzyna ein, der auch Sprecher der MLPD ist. Das sei die Lehre aus den Ereignissen, die vor 75 Jahren einen ersten Höhepunkt mit dem Verbot der Gewerkschaften, der KPD und der SPD hatten.

1. Mai 2008, DemonstrationEine bunte Vielfalt von Organisationen der verschiedenen in Ulm lebenden Nationalitäten prägte die Demonstration. Die Stimmung war sehr gut. Das offene Mikrofon der MLPD  wurde auch für Lieder genutzt. Zu hören waren Bertolt Brechts Solidaritätslied, Bella Ciao, Bir Mayis und die Internationale. Auch Kinder übten sich am Mikrofon als kleine „neue Politiker“.

1. Mai 2008, StandDie MLPD griff mit dem Parteistand auf dem Münsterplatz vor allem die Frage der Perspektive auf. Immer nur die Auswüchse des Kapitalismus bekämpfen – oder sich für ein besseres System, den echten Sozialismus einsetzen?  Welche Lehren müssen aus der Wiederherstellung des Kapitalismus in allen ehemals sozialistischen Staaten gezogen werden?

1.Mai 2008, ButtonherstellungEine Attraktion war am MLPD-Stand die selbstorganisierte  „Buttonfabrik“, von und für Kinder. Auf Stelltafeln wurde die Jugendarbeit der Partei vorgestellt, mit der Jugendorganisation Rebell und der Kinderorganisation Rotfüchse. Die „Rotfuchsregeln“ spiegeln wider, wie die Partei die Kinder respektiert und erzieht. Wer sich für das Sommercamp interessiert (noch Plätze frei!) kann zu einem Informationsabend am 9.5. um 18.00 Uhr in die Räume des AJK, Bleichstraße 9 (hinter Schubart-Gymnasium) kommen, dort wird u.a. ein Film über das letztjährige Sommercamp gezeigt. Eltern und Jugendliche/ Kinder sind willkommen.

1.Mai 2008: DGB Jugend-KulturgruppeErfreulich am 1. Mai war besonders auch die Teilnahme vieler junger Menschen. Erfrischend die Sketche der DGB-Jugend über die Profitgier, die 2-Klassen-Medizin und die soziale Auslese im Schulwesen.

 

 

 

 

1.Mai Aufruf der MLPD (633KB)

 

 

 

Artikelaktionen