1200 Menschen fordern den sofortigen Atomausstieg
Auffällig waren 2 neue Erscheinungen bei der Kundgebug und Demonstration: Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hat zugenommen. Außerdem nahmen mehr Organisationen und Parteien teil. Die mehrheitliche Stimmung unter den Teilnehmern war eindeutig: Sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft, sofortiges Abschalten aller Atomkraftwerke.
Das sind klare Standpunkte. Die Leute verurteilen das Taktieren vor den Wahlen und die Augenwischerei der Bundesregierung. "Abschalten sofort!" ist jetzt die bundesweite Parole der Massenbewegung geworden - die jetzt bewusst mit allen Spaltungsversuchen, Täuschungen und Diffamierungen fertig werden muss.
Eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, wie es die Redner forderten, muss aber auf Kosten der Betreiber geschehen. Die 4 Energiemonopole Eon, RWE, Vattenvall und ENBW haben Milliarden Profite durch die Atomkraft eingefahren. Eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen auf Kosten der Betreiber ist notwendig und möglich. Das fordert die MLPD bereits seit vielen Jahren.
Markus Kienle betonte richtig in seiner Rede: "Den Ausstieg gibt es nur gegen die Konzerne und nicht mit ihnen."
Die deutsche Bundesregierung ist mit ihrer Atompolitik in der Defensive geraten. Um den Vertrauensverlust unter der breiten Bevölkerung nicht weiter zu verliefen, wurde die Idee des "Moratoriums" kreiert. Es ist auch der Versuch, um eine offene politische Krise und die Massenproteste für den Rücktritt der Regierung abzuwenden.
Reinhold Thiel von der Ärzteiniative gegen die Atomkraft warnte in seiner Rede vor den gefährlichen Strahlen und den schlimmen Folgeerkrankungen: "Die Zeit ist reif für den Ausstieg. Die Zeit ist reif für das Ende des Atomzeitalters."
In den Betrieben und auf der Straße, im Freundes- und Bekanntenkreis wird viel über die Katastrophe in Japan diskutiert. Die unvorstellbare Tragödie bekommt stündlich neue Dimensionen. Betroffenheit, Wut und Empörung ist aber nur die eine Seite. Jetzt ist es Zeit, auch praktisch Flagge zu zeigen. Auf die Strasse zu gehen und öffentlich Stellung zu beziehen gegen die Atomkraft und für regenerative Energien erfordert auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Viele der Teilnehmer waren auch das erste Mal in ihrem Leben auf einer Demonstration oder Kundgebung. Eine Rednerin brachte es so auf den Punkt: "Angesichts der aktuellen Bilder aus Japan kann man nicht mehr ruhig sein."
Wichtige Argumente für die sofortige Stilllegung aller AKWs
Atomausstieg jetzt, Aktionsbündnis Region Ulm/Neu-Ulm
Aktuelle Informationen über die verschiedenen Aktivitäten in ganz Deutschland http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html
aktuelle Information in rf-news
Flugblatt der MLPD vom 12.3.2011
Flugblatt der MLPD vom 14.3.2011


