1200 Menschen fordern den sofortigen Atomausstieg

Am 18.März fand in Ulm eine Kundgebung und Demonstration für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft statt. Es war die zweite Aktion innerhalb einer Woche.

AKW_Demo_18031011_TransparenteAuffällig waren 2 neue Erscheinungen bei der Kundgebug und Demonstration: Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hat zugenommen. Außerdem nahmen mehr Organisationen und Parteien teil. Die mehrheitliche Stimmung unter den Teilnehmern war eindeutig: Sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft, sofortiges Abschalten aller Atomkraftwerke.

AKW_Demo_18031011_JugendlicheDas sind klare Standpunkte.  Die Leute verurteilen das Taktieren vor den Wahlen und die Augenwischerei der Bundesregierung. "Abschalten sofort!" ist jetzt die bundesweite Parole der Massenbewegung geworden - die jetzt bewusst mit allen Spaltungsversuchen, Täuschungen und Diffamierungen fertig werden muss.

AKW_Demo_18031011_KinderEine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, wie es die Redner forderten, muss aber auf Kosten der Betreiber geschehen. Die 4 Energiemonopole Eon, RWE, Vattenvall und ENBW haben Milliarden Profite durch die Atomkraft eingefahren. Eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen auf Kosten der Betreiber ist notwendig und möglich. Das fordert die MLPD bereits seit vielen Jahren.

 Markus Kienle betonte richtig in seiner Rede: "Den Ausstieg gibt es nur gegen die Konzerne und nicht mit ihnen."

AKW_Demo_18031011_MuensterplatzDie deutsche Bundesregierung ist mit ihrer Atompolitik in der Defensive geraten. Um den Vertrauensverlust unter der breiten Bevölkerung nicht weiter zu verliefen, wurde die Idee des "Moratoriums" kreiert. Es ist auch der Versuch, um eine offene politische Krise und die Massenproteste für den Rücktritt der Regierung abzuwenden.

AKW_Demo_18031011_Gorleben21Reinhold Thiel von der Ärzteiniative gegen die Atomkraft warnte in seiner Rede vor den gefährlichen Strahlen und den schlimmen Folgeerkrankungen: "Die Zeit ist reif für den Ausstieg. Die Zeit ist reif für das Ende des Atomzeitalters."

AKW_Demo_18031011_FahnenIn den Betrieben und auf der Straße, im Freundes- und Bekanntenkreis wird viel über die Katastrophe in Japan diskutiert. Die unvorstellbare Tragödie bekommt stündlich neue Dimensionen. Betroffenheit, Wut und Empörung ist aber nur die eine Seite. Jetzt ist es Zeit, auch praktisch Flagge zu zeigen. Auf die Strasse zu gehen und öffentlich Stellung zu beziehen gegen die Atomkraft und für regenerative Energien erfordert auch eine Umstellung  der Lebensgewohnheiten. Viele der Teilnehmer waren auch das erste Mal in ihrem Leben auf einer Demonstration oder Kundgebung. Eine Rednerin brachte es so auf den Punkt: "Angesichts der aktuellen Bilder aus Japan kann man nicht mehr ruhig sein."

 

Mehr zum Thema:

Wichtige Argumente für die sofortige Stilllegung aller AKWs

Atomausstieg jetzt, Aktionsbündnis Region Ulm/Neu-Ulm

Aktuelle Informationen über die verschiedenen Aktivitäten in ganz Deutschland http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html

aktuelle Information in rf-news

Flugblatt der MLPD vom 12.3.2011

Flugblatt der MLPD vom 14.3.2011

Flugblatt der MLPD vom 14.3.2011 auf japanisch

Flugblatt der MLPD vom 25.3.2011

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